“Dann macht es bumm, und dann kracht's, und alles…”. Eine von mehreren spontanen Assoziationen des Verfassers, die den Inhalt der Ausbildung am letzten Freitagabend aber keineswegs umschreiben.
Im Gegenteil - das Sprengwerk gehört beim THW in die weite Familie der Abstützungen, quasi eines von vielen Geschwistern des wohl bekannten Schwelljochs (mehr Info, s.u. bei “Links”), und hat mit Dekonstruktion via Nitro u.ä. nichts zu tun.
Es geht, wie des öfteren in der Bergung, um Knaggen, Spreizbalken, Streichbohlen, Futterhölzer, Streben und jede Menge Keile. Denn das Sprengwerk ist eine Holzkonstruktion, die im Sprech der Bergungsgruppler der Aufnahme von waagrechten und diagonalen Kräften dient. Übersetzt: Liegt ein Hohlraum zwischen zwei einsturzgefährdeten Bauwerken, müssen diese abgestützt werden. Und das geschieht, in dem man die Resilienz des Holzes nützt, und Gegendruck ausübt.
Truppführer B Wolfgang Köbele hat die umfangreiche Einheit detailiert vorbereitet, -gedacht und geleitet. Im Teameinsatz ging es dann rasch an die Sägen, Beitel und Klüpfel, und auch der Stangen-Schlangenbohrer kam zum Einsatz - mit Freude und Erfolg, wie unsere Bilder zeigen.
Text & Redaktion: Claus Keller (THW OV Rottenburg)