Leitungs- und Koordinierungsstäbe trainieren den Ernstfall

  • Übungen
  • Meldungen

Große Übung des THW-Regionalbereiches Göppingen / Rottenburger THWler als Beobachter dabei

Neun Ortsverbände und die Regionalstelle des Technischen Hilfswerks im Regionalbereich Göppingen haben am Samstag, den 22. November 2025, mit über 100 ehrenamtlichen Helfenden eine groß angelegte Übung für ihre Leitungs- und Koordinierungsstäbe durchgeführt. 

Vom Ortsverband Rottenburg waren als Beobachter Alexander Neubauer (Ortsbeauftragter), David-Samuel Burkhardt (Zugführer) und Philipp Kopp (Fachberater) dabei. 

Ziel der rund zehnstündigen Übung war es, eine Großschadenslage so realitätsnah wie möglich zu bearbeiten, Abläufe zu festigen und die Zusammenarbeit über mehrere Ebenen hinweg zu trainieren und dabei das Zusammenwirken einer großen Anzahl an Hilfskräften zu simulieren. 

Der Leitungs- und Koordinierungsstab eines jeden Ortsverbands des Technischen Hilfswerks übernimmt im Einsatz sozusagen die „Rückraumarbeit“, das Backoffice für die eingesetzten Einheiten. Er plant, koordiniert und unterstützt. Neben der Alarmierung eigener Einsatzkräfte gehören dazu auch die Nachforderung zusätzlicher Kräfte, die Organisation von Betriebsstoffen, die Verpflegung der Einsatzkräfte und Unterkünften sowie die Dokumentation des Einsatzgeschehens aus eigener Sicht. Damit diese Hintergrundarbeit im Ernstfall so reibungslos wie möglich funktioniert, braucht es gemeinsame Übungserfahrung.

Organisiert und koordiniert wurde die Übung vom Fachzug „Führung und Kommunikation“ aus den THW-Ortsverbänden Kirchheim und Neuhausen. Nach einer Lageeinweisung für die sogenannten Einspielenden – also diejenigen, die Meldungen und Einsatzaufträge in die Übung einbringen – um 9 Uhr, folgten der Aufbau der Zugtrupps und der Übungsbeginn um 10 Uhr. Bis 15 Uhr arbeiteten die Stäbe der Ortsverbände an einer anspruchsvollen, sich fortlaufend weiterentwickelnden, Einsatzlage.

Ein besonderes Element der Übung: Die Einspielungen für die teilnehmenden Ortsverbände wurden vom zuständigen Zugtrupp des jeweils eigenen Ortsverbandes übernommen. Die jeweiligen Zugführenden und ihr Team „bespielten“ also den Leitungs- und Koordinierungsstab des eigenen Ortsverbandes. So konnten gewachsene Abläufe, örtliche Besonderheiten und bestehende Absprachen gezielt berücksichtigt und gleichzeitig kritisch hinterfragt werden. Anschließend folgten eine strukturierte Nachbesprechung sowie Rückbau und Reinigung des eingesetzten Materials. Zusätzlich war auch der THW-Landesverband Baden-Württemberg und das THW-Ausbildungszentrum Neuhausen mit je zwei Personen vor Ort, um auch die Zusammenarbeit mit den höheren Führungsebenen und umliegenden Dienststellen praktisch zu üben.

Um den Lerneffekt zu optimieren und die Teilnehmenden zielgerichtet zu fördern, waren in jedem Ortsverband sowie im Stab der Regionalstelle in Göppingen je zwei Einsatzkräfte aus benachbarten Regionalbereichen aus Baden-Württemberg und Bayern eingebunden. Dadurch konnten die teilnehmenden Stäbe Stärken, Schwachstellen und Verbesserungspotenziale durch direktes Feedback klarer erkennen.

Die auf den Bildern gezeigten Leitungs- und Koordinierungsstäbe veranschaulichen, wie unterschiedlich sich die Arbeit vor Ort gestalten kann: Jeder Ortsverband verfügt über andere räumliche Gegebenheiten, unterschiedliche Personalstärken und verschiedene Kombinationen von Einheiten. Gerade diese Vielfalt macht gemeinsame Übungen wichtig, um voneinander zu lernen und gute Lösungen weiterzugeben.

Am Abschluss des Übungstages trafen sich alle Beteiligten zu einem gemeinsamen Austausch bei einem Wintergrillen in Göppingen. Dieses wurde von der Regionalstelle organisiert und war ein sichtbares Dankeschön für das Engagement der größtenteils ehrenamtlich agierenden Kräfte. Gleichzeitig bot es Gelegenheit, Gespräche fortzuführen, Erfahrungen auszutauschen und den intensiven Übungstag in kameradschaftlicher Atmosphäre ausklingen zu lassen.

Mit der Übung haben die Leitungs- und Koordinierungsstäbe im Regionalbereich Göppingen einen wichtigen Beitrag geleistet, um im Ernstfall noch schneller, strukturierter und abgestimmter helfen zu können – im Sinne des gemeinsamen Ziels des Technischen Hilfswerks: professionelle Hilfe, wenn sie gebraucht wird.

Besonderer Dank gilt allen teilnehmenden Organisationseinheiten:

  • Ortsverbände Aalen, Backnang, Crailsheim, Donaueschingen, Ellwangen, Freudenstadt, Geislingen, Gruibingen, Günzburg, Heidenheim, Horb, Kirchheim/Teck, Leonberg, Ludwigsburg, Neuhausen, Ostfildern, Rottenburg, Schorndorf, Schwäbisch Gmünd, Schwäbisch Hall

  • Regionalstellen Göppingen, Schwandorf

  • Landesverband Baden-Württemberg

  • Ausbildungszentrum Neuhausen

Bericht & Bilder: Ralph Kittl & Philipp Lichtmannegger (THW OV Kirchheim/Teck) mit Ergänzungen von Claus Keller (OV Rottenburg) 

Bilder zur Meldung

Hinweis

Alle zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung. Quelle Bilder: Ralph Kittl & Philipp Lichtmannegger (THW OV Kirchheim/Teck)

Suche

Suchen Sie hier nach einer Nachricht: