Großer Katastrophenschutztag in Tübingen – THW OV Rottenburg ist mit Fachkräften aus dem Hochwasserschutz dabei

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Ein Bericht vom Kat.S-Tag am Kepler-Gymnasium

"Going local": Zwei unserer erfahrensten Auslandsexperten aus der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen im Einsatz - dieses Mal im benachbarten Tübingen.

„Was mache ich eigentlich bei einer Katastrophe?“ Diese Frage kann die sechste Klasse des Kepler-Gymnasiums in Tübingen nun ohne Probleme beantworten. 
Am 29. Juli 2025 nahm sie am Katastrophenschutztag – kurz „Kat.S-Tag“ – teil. 

Dieser Aktionstag ist eine Initiative des Landesinnenministeriums und des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Aufgrund vergangener Ereignisse wie der Corona-Pandemie, Flutkatastrophen, Waldbrände, Energiekrisen und geopolitischer Spannungen wurde beschlossen, dass diese wichtigen Themen auch an Bildungseinrichtungen vermittelt werden sollen. Die ersten Pilotprojekte starteten bereits im Jahr 2024. 
Inzwischen gibt es im Landkreis Tübingen ein eigenes Team, das die Kat.S-Tage stetig weiterentwickelt und optimiert. Für sein Engagement wurde das Team sogar mit dem bundesweiten Preis „Helfende Hand“ ausgezeichnet. 
Auch der diesjährige Kat.S-Tag am Kepler-Gymnasium zeigte: Die SchülerInnen nahmen begeistert auf, was die ehrenamtlichen Einsatzkräfte ihnen über ihre Arbeit und das richtige Verhalten in Katastrophenfällen vermittelten. 
In einem Theorieblock lernten insgesamt 120 SchülerInnen die Grundlagen zu Katastrophen, deren Auswirkungen und dem richtigen Verhalten in Notlagen. Anschließend wurden sie in Gruppen aufgeteilt, in denen sie an praktischen Stationen wichtige Dinge einübten. 
In diesen Stationen lernten sie auf spielerische Weise die Grundlagen des Bevölkerungsschutzes: 
1. Erste Hilfe: Wie werden Verletzte richtig versorgt? 
2. Evakuieren: Was ist bei einer Gebäudeevakuierung zu beachten? Welche Gefahren gibt es, und wohin muss ich gehen? 
3. Notunterkünfte: Wie funktioniert eine Notunterkunft, und was müssen Einsatzkräfte dort alles beachten? 
4. Notfallgepäck: Was gehört ins Notgepäck? Was sollte man immer griffbereit haben? 
5. Stromausfall: Was passiert bei einem Stromausfall, und wie verhalte ich mich richtig? 
6. Wassergefahren: Welche Gefahren gehen vom Wasser aus, und wie schützt man sich davor? 
7. Sandsackverbau: Wie werden Sandsäcke richtig gefüllt, transportiert und verlegt? 
8. Flutsimulation: Was passiert bei einer Flut, und wie kann ich mich schützen? 
Die Jugendlichen waren sichtlich begeistert und hatten großen Spaß an den Übungen – auch wenn der eine oder andere nach der Sandsackstation etwas sandig nach Hause ging. 
Zum Abschluss wurden alle SchülerInnen in einem zusammenfassenden Theorieblock verabschiedet – in ihren wohlverdienten Feierabend. 
Etwas Besonderes gab es dieses Mal auch: Für die Einsatzkräfte war der Tag noch nicht vorbei. 
Innenminister Thomas Strobl machte sich selbst ein Bild von den Kat.S-Tagen und besuchte gemeinsam mit einer Klasse noch einmal die Station Flutsimulation. 

Im Anschluss erhielten die Einsatzkräfte sowie VertreterInnen der mitwirkenden Organisationen eine Präsentation über den Verlauf des Projekts, die Preisverleihung und bisherige Erfolge. 
So waren vier unserer eigenen Helfer nicht nur erneut bei der Praxisstation „Sandsackbefüllung“ im Einsatz, sondern auch Teil des wohl bislang größten Kat.S-Tages in Deutschland.

Text: Sarin Geske ; Redaktion: Claus Keller (beide OV Rottenburg)

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Alle zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung. Quelle Bilder: Ministerium des Inneren des Landes Baden-Württemberg. Bildunterschriften: Claus Keller (OV Rottenburg)

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